Staffel 3 – Episode 5

Wenn mein inneres Sonnenkind durch die Winterdämmerung tanzt.

 

Ich bin Nörv.

Ich stapfe durch die fast-dunkle Dezemberwelt und plötzlich – ohne Vorwarnung – bricht mein inneres Sonnenkind durch.
Nicht Speedy, nicht Amy, nicht Dorsy. Nein: mein leuchtender Mini-Funken, der irgendwo zwischen Synapsen und Sternenstaub wohnt und zu glimmen beginnt.

Ich stehe da wie eine überrumpelte Nervenzelle im Winterschlafmodus und auf einmal… freu ich mich einfach.
Die Dunkelheit fühlt sich nicht drückend an, sondern wie eine grosse, warme Decke.
Mystisch. Still. Ein Glimmermoment bestückt mit kleinen Erinnerungen.

Beim Weihnachtsbaum-Aussuchen schnuppere ich an den Tannenzweigen wie ein übermotiviertes Eichhörnchen.
Hippo, der Geschichtenerzähler, ruft sofort: „Erinnerst du dich? Früher roch es genauso!“
Und ich nicke, obwohl niemand sieht, dass eine Nervenzelle nickt.

Die Luft schmeckt nach Zimt, Mandarine und Vorfreude.
Speedy will kurz Vollgas geben – aber Viva Vagus legt ihm sanft die Hand auf die Schulter.
„Langsam, mein Freund. Wir dürfen geniessen.“
Und er… hört sogar zu.

Ich packe kleine Geschenke ein, jedes ein winziges Herzpaket.
Nicht, weil ich muss. Sondern weil mein Sonnenkind hüpft und ruft: „Ohhh, wie die sich freuen werden!“
Und ich spüre diese Freude, die nicht laut sein muss, um echt zu sein.

Und wenn jemand an mich denkt und ich ein Päckchen bekomme?
Dann glimme ich innerlich wie eine Lichterkette, die zu lange im Karton lag und endlich wieder angeschaltet wird.

Es ist leicht, und trotzdem tief.
Weil ich merke:
Auch das ist mein Nervensystem.
Nicht nur Chaos, Fluchtgedanken und Überreizung.
Sondern auch dieser stille Zauber, der kommt, wenn Sicherheit einmal die Bühne betritt.

Kennst du das – wenn plötzlich ein kleines Licht in dir angeht und du die Welt wieder mit warmen Augen siehst?