Episode 4 - Staffel 4

Sicherheit heisst: Ich bleibe bei mir.

 

Ich bin’s, Nörv.
Und ich lerne gerade etwas, das mich ehrlich gesagt irritiert.

Ich dachte lange: Sicherheit heißt,
dass unangenehme Gefühle weggehen.
Dass Wut sich beruhigt. Trauer leiser wird.
Angst logisch erklären, bis sie leiser wird.

Spoiler:
Tut sie nicht. 

Das war Funktionieren, nicht Sicherheit.

Sicherheit fühlt sich anders an. Nicht aufgeräumt.
Nicht Instagram-tauglich. 

Sicherheit ist,
wenn Wut da ist und ich trotzdem bei mir bleibe.
Wenn Trauer schwer wird und ich nicht innerlich aus dem Raum renne.
Wenn Angst anklopft und ich nicht sofort den Feueralarm auslöse.

Mein Nervensystem lernt gerade:
Gefühle sind keine Gefahr. Sie sind Zustände.
Wellen. Keine Feinde. Eher schon kleine Helfer.

Früher hat Speedy sofort losgelegt:
„Machen! Lösen! Reparieren!“
Oder Dorsy hat gesagt:
„Zu viel. Ich bin dann mal weg.“

Und jetzt…bleibe ich.
Nicht souverän. Eher stolpernd. Aber anwesend.

Sicherheit ist kein Dauerzustand, sondern ein pendelnder Moment von „Ich kann bleiben, auch wenn es unangenehm ist.

 

Erkennst du deine innere Nörv?