Episode 5 von Staffel 4 - Fasnacht
Ich bin Nörv.
Ich tanze. Zwischen Glitzerjacken, schrägen Hüten und vibrierendem Asphalt. Der Bass läuft durch meine Synapsen wie Strom mit guter Laune. Ich fühle mich lebendig. Weit. Mutig.
Speedy ist ausnahmsweise kein Panikmacher, sondern DJ. Amy lächelt. Alles ist Bewegung.
Und dann kippt es.
Ein Bass zu viel. Ein Ellenbogen in meinen Rücken. Stimmen werden zu einem einzigen Geräuschteppich ohne Rand. Mein Brustkorb verwandelt sich in eine Popcornmaschine. Tunnelblick. Dorsy streckt schon die Hand nach dem Not-Aus.
Früher hätte ich gedacht: „Typisch. Du kannst nicht mal Spass aushalten.“
Heute bleibe ich. Nicht auf der Tanzfläche – sondern in meinem Körper.
Ich spüre meine Füsse. Atme Nachtluft. Eine Hand an meinem eigenen Arm. Druck. Grenze.
Body hilft mir, Konturen zu fühlen.
Hippo sortiert Erinnerungen: „Schon oft Fasnacht. Nie untergegangen.“
Frida Fokus schaltet sich dazu: „Reizüberflutung ist kein Versagen.“
Und dann – ganz unspektakulär – taucht Viva Vagus auf. Wie ein ruhiger Blick inmitten von Blinken. Kein Drama. Nur Verbindung.
Der Bass dröhnt weiter.
Ich wackle.
Aber ich bleibe.
Ich bin nicht kaputt.
Ich bin eine Zelle in einem System, das überleben wollte.
Und heute kann dieses System tanzen – und sich halten, wenn es kippt.
Kennst du diesen Moment, wenn Freude plötzlich zu viel wird?